ZENTRAL OP ORTENAU KLINIKUM

ORT: Lahr, Klostenstraße 19
BAUZEIT: 2008-2010
BAUHERR: Landratsamt Ortenaukreis, Offenburg
VERANTW. PROJEKTPARTNER: Langenbach
MITARBEITER: Mika, Abt, Göbert, Fölting, Boulay

10 OP Säle, Zentralsterilisation, Technikgeschoss und Hubschrauberlandeplatz

 

» Erläuterung

ORTENAU-KLINIKUM LAHR-ETTENHEIM:
NEUBAU ZENTRAL-OP MIT 10 SÄLEN / ZENTRAL-STERILISATION / HUBSCHRAUBERLANDEPLATZ / BESUCHERGARAGE AM KLINIKUM LAHR

DER „BESONDERE ORT“: städtebaulicher Raum;

Lage hier zwischen NATURLANDSCHAFT und STADTRAND; zwischen Berg und bestehendem KLINIK-ENSEMBLE (gelungene Architektur der 60er Jahre). Aufgabe war es hier / heute ein Gebäude-Volumen ähnlicher Größenordnung wie das bisher bestehende oberirdisch sichtbare Klinikvolumen hinzuzufügen: 300 Garagen-Plätze, 10 OPs / Zentralsterilisation, Technikgeschosse + Hubschrauber-Landeplatz. Alles konnte in Berg und Wald, kaum wahrnehmbar „mild“ integriert werden. Dies befreit den Bestand, entlastet die Flächen. Garagen und Hubschrauberlandeplatz – seit über 10 Jahren dringend gesucht – haben nun den idealen Standort.

Ein „HIGH-TECH“-GEBÄUDE.

Architektur begleitet alle menschlichen Lebensabläufe; fasst; führt, ordnet als RÄUMLICHE HÜLLE, leistet unverzichtbare Beiträge zur Lebensbewältigung, zum GELINGEN der menschlichen Angelegenheiten; steigert, fördert, überhöht im besten Fall oder stört, behindert.

Im Unterschied zu vielen anderen Themen der Architektur wird hier der neue Architektur-Raum zum „Instrumentarium für medizinische Hochleistung“, zum komplexen gebäudetechnisch und medizintechnisch ausgerichteten „Arbeitsgerät“; Raum, der eine Dichte von verschiedenartigsten Kräften und Installationen bedienbar / handhabbar ZUSAMMEN-FÜHRT.

Stringent geordnete, klar überschaubare Räume, Wege, Bewegungsabläufe werden Teil dieser „Maschinerie“.

Die dichte Konstellation Baulicher, gebäudetechnischer und medizintechnischer Gebrauchs-Sicherheit, Gebrauchs-Tauglichkeit als Inhalte und Ziele aller Planungen: medizinische Qualität für den Menschen bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit durch Schlüssigkeit.

Der Raum bündelt hochkarätige technische Gerätschaften neuster Bauarten mit einem Arsenal modernster medizintechnischer Geräte.

Die Schlüssigkeit der Anordnungen von gebäudetechnischer Einbindung, von Wärme, Kälte, Lüftungen, Elektro, usw. geradewegs vom darüberliegenden Geschoss aus in umwegfreier Direktheit, „auf kürzestem Wege“ nach unten, sorgt für bedeutende Energie-Effizienz und Sparsamkeit. Die gemeinsam erarbeiteten Ideen und Konzepte werden heute als beispielhaft angesehen.

„GESTALTUNG DER RÄUME“ / „BILDSPRACHE“.

Gesucht wurde eine einfache helle klare, aber nicht „sterile“ Architektursprache für die Menschen, die hier täglich arbeiten und für diejenigen, die im Aufwachraum wieder „das Licht der Welt erblicken“.

„Gestalt“ ist gesucht in klaren Ordnungen der genannten vielfältigen technischen Elemente; in strukturellen „GLIEDERUNGEN“; in lichter Transparenz und vielen Ausblicken nach draußen.

„GESTALT“ sucht auch hier Wärme, Vertrautheit, Ansprache der Farben, Materialoberflächen. (Holz!)