HOTEL SCHWANEN

ORT: Bernau, Todtmooserstraße 7
BAUZEIT: 2010-2011
BAUHERR: Franz Bregger, Bernau
VERANTW. PROJEKTPARTNER: Langenbach
MITARBEITER: Hassler, Rudolf, Göbert, Karl

Neubau eines Gästehauses mit Badestube, SPA - Wellness

 

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HOTEL SCHWANEN, BERNAU

„Was für eine Landschaft, was für ein Ort!“ Schönheit einer Landschaft als unser Kontext für ein Bauwerk, Ziel der Arbeit, Architektur als Verknüpfung von Raumbildern, Tradition und Gegenwart: ein durchaus komplexes, kompliziertes FELD.

Zentrales Thema: Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit, Wärme, Glück. Man erfährt… etwas über Offenheit und Bedürftigkeit menschlicher Möglichkeiten, etwas über Not und „menschlichen Makel“; über die Bedürftigkeit des - nach Nietzsche - „nicht festgestellten Tieres“, das sich im natürlichen wie im sozialen Umfeld erst und nur MIT HILFE DER VERNUNFT vervollständigen kann und muss.

„Der „Schwarzwaldhof“ ist eine kulturelle Grundfigur“. Erst in der Hülle des gesicherten Raumes entfalten sich Geist, Gestalt und Bildung beim Menschen an den Dingen zu Form, Sprache, Farbe, Musik: entwickelt sich der Tanz, das Gespür für Blumen und Schnee, die Poesie; die Baukunst und die Kunst, die Gastlichkeit und Gastfreundschaft.

Es geht um die SUCHE NACH EINER ARCHITEKTURSPRACHE, die Ruhe, Distanz zur Welt des Lärms, der Unruhe moderne Welten verspricht: Nicht in „Schwarzwaldkulissen“, nicht in falschen Duplikaten oder Repliken, sondern in neu gebildeten authentischen Räumen, Bilderwelten des Ausgleichs; im fortgeschriebenen „Schwarzwaldhof“;

Architektursprache ist GESUCHT, die eine „Lichtung“, einen Freiraum schlägt im Dickicht der ÜBERALL GLEICHEN GLOBALEN ZUGRIFFE, wie der Philosoph Rüdiger Safrans es formuliert; es geht um „Lichtung“ als Rettung von INDIVIDUALITÄT, um IDENTITÄT in neuer selbstbestimmter Gestalt, um die individuelle Sprache von Region, Haus und Mensch gegen die Macht der Form.

Und fast alles ist AUS HOLZ.

Fortgeschrieben ins Zeitgemäße ist auch diese Konstruktionsart und das alles bestimmende Baumaterial im Haus. Holz von Fichte, Tanne und Eiche – mehr als 1000 Festmeter wurden hier verarbeitet gestalterische Kraft und Schönheit des traditionsreichen wie MODERNEN Schwarzwälder Bau-Stoffes.

Von den konstruktiven Elementen der Stützen und Deckentafeln aus massivem Vollholz oder spezifisch gefertigtem Leim-Holz; vom astigen Gebälk bis zu schöngemaserten teilweise astfreien Schalungen, Bohlen, der Wandtäfelungen BIS schön geprägten Furnierbildern der Möbel, ES FASZINIERT das Holz hoher statischer Festigkeit, Eleganz, prägnant strukturierter Zeichenhaftigkeit, Suche nach Weiterführung, Übertragung historischer Sprache in Architektursprache der Zeit unter BEWAHRUNG von EMOTIONAL BESETZTEN BILDELEMENTEN: OHNE KOPIE.

Überall beim Schwimmen, Saunieren, Ruhen, Lesen: „STILLES SCHAUEN“ auf die gewaltigen wundervollen HOCH-MOOR-WIESEN. Ereignis des modernen „GASTSEINS“ in diesem Haus: Helligkeit, Durchsichtigkeit, Offenheit, Leichtigkeit der Materialien, Homogenität und Naturhaftigkeit der Farben.

„NACHHALTIGKEIT“

Energieeinsparungen beim Einsatz von korrekter Energie: alle WÄRME kommt von der in unmittelbarer Nähe produzierten FERNWÄRME. DIE HOCHKARÄTIG gedämmte „GEBÄUDEHÜLLE“ des „TOTALEN HOLZHAUSES“.